Konzept

Entwicklung der Waldkindergärten

Der Ursprung des Waldkindergartens liegt mit seiner Gründung 1951 in Dänemark. Mehr als 40 Jahre dauerte es, bis sich die positiven Erfahrungen der dänischen Vorreiter in Deutschland herumsprachen.

In Deutschland gibt es zur Zeit über 300 Wald‑ und Naturkindergärten. Seit 1993 gibt es anerkannte Waldkindergärten in Flensburg, Lübeck und Pinneberg. Weitere folgten in Birklingen, Leck und Tarp (1996). Mittlerweile existieren alleine in Schleswig-Holstein mehr als 60 dieser Einrichtungen.

In Deutschland unterscheiden wir zwischen Waldkindergärten (überwiegend im Wald), Naturkindergärten (Landschaft), Wandergruppen und Strandkindergärten. Alle haben eins gemeinsam: sie sind 3‑4 Stunden und jeden Tag in der Natur.

Entstehungsgeschichte des Tarper Waldkindergartens

Durch die Initiatorin Brunhilde Eberle wurde im Oktober 1995 der erste Informationsabend zum Thema Waldkindergarten in Zusammenarbeit mit dem Lecker Waldkindergarten durchgeführt. Nach der positiven Resonanz wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Tarp die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen.

Die Vereinsgründung erfolgte am 28. Februar 1996.

Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

 

  • 1. Vorsitzende/r
  • 2. Vorsitzende/r
  • Kassenwart/in
  • Schriftführer/in

Am 11. März 1996 erfolgte der zweite Informationsabend für Eltern mit verbindlicher Anmeldung zum Waldkindergartenjahr 1996/97.

Am 15. Juni 1996 Schnuppernachmittag für Eltern und Kinder, die den Waldkindergarten ab August 1996 besuchen werden.

Am 15. Juli 1996 Einstellung des pädagogischen Personals.

Am 1. August 1996 Beginn des Waldkindergartens mit 14 Kindern.
Am darauf folgenden Tag fand die offizielle Einweihungsfeier statt.

Vostellung der Einrichtung Waldkindergarten Tarp e.V.

Träger:Eingetragener Verein
Ort der Einrichtung:TARP, Kreis Schleswig‑Flensburg
Gegründet:28. Februar 1996
Pädagogische Mitarbeiter:Heike Behrens-Schulz und Lena Hansen
Gruppengröße:eine Gruppe bis max. 18 Kindern
Alter der Kinder:3  bis 6 Jahre
Öffnungszeiten:Montags bis Freitags
  • Kernzeiten im Wald: 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr
  • Erweiterte Betreuungszeit  8.00 - 13.00 Uhr
Schutzraum:Ev. Pastorat,
Treffpunkt:Parkplatz am Tarper Friedhof

Ausrüstung der Erzieher:Einkaufswagen, mobiles Telefon, Telefonlisten, Erste‑Hilfe‑Ausrüstung, Ersatzkleidung für die Kinder, Naturnachschlagewerke, Bastelutensilien, Moskitonetz, PKW am Treffpunkt
Bekleidung der Kinder:
bei warmen Wetter:bequeme, dünne, lange Hosen; langärmelige T‑Shirts; festes Schuhwerk (Schutz vor Zecken, im Wald ist es kühler als in der Sonne)
bei Nässe:Gummistiefel; Regenhose; Regenjacke
bei Kälte:"Zwiebel‑Look": Mehrere Schichten Kleidung übereinander, die je nach Temperaturveränderung ausgezogen werden können.
Rucksack:jedes Kind benötigt einen gut sitzenden Rucksack mit folgendem Inhalt:
Frühstücksdose; Thermosflasche; ein Stück Isoliermatte als Sitzunterlage; ein Paar Strümpfe und eine Leggins.

 

 

 

Vorstellung des pädagogischen Personals

Heike Behrens-Schulz

Ich heiße Heike Behrens-Schulz und wurde 1960 in Flensburg geboren. Mit meiner Familie lebe ich seit 20 Jahren in Oeversee.

Meine Ausbildung zur Erzieherin habe ich in Flensburg absolviert und im Jahr 1981 mit der staatlichen Anerkennung abgeschlossen. Seitdem bin ich im Elementarbereich tätig, mit unterschiedlichen Konzepten und Schwerpunkten.

Der Waldkindergarten gehört seit sieben Jahren dazu und hat mich mit seinen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten überzeugt. Seit Frühjahr 2008 gehöre ich zum Team des Waldkindergarten Tarp e.V.

Die Bewegung in der Natur ist die kindgerechteste und gesündeste Form. Die Kinder können ihre natürliche Bewegungsfreude ausleben und trainieren hierbei ihre Geschicklichkeit und ihre Bewegungsabläufe. Sie klettern auf Bäume, balancieren über Stämme, rollen Abhänge hinunter oder genießen die Stille. Bei allem stoßen sie häufig an ihre eigenen Grenzen. So lernen sie Situationen einzuschätzen, diese zu bewältigen oder sie in Zukunft zu vermeiden.

Im Waldkindergarten erleben Kinder die Natur alltäglich und können so eine natürliche und klare Beziehung zu ihr aufbauen. Sie erleben den Rhythmus der Jahreszeiten und Wetterphänomene genauso wie herumliegenden Müll. Die Kinder bilden sich hierzu ihre eigene Meinung und entwickeln daraus ihre Verhaltensweisen.

Der Wald wird von den Kindern als vielfältige Bewegungs- und Wahrnehmungswelt entdeckt und auch genutzt. Die Möglichkeiten den Wald mit allen Sinnen zu erleben und wahrzunehmen, ob als Abenteuerspielplatz oder als Ort der Stille, wirkt sich positiv auf die ganzheitliche Entwicklung der Kinder aus.

Das freie Spiel ohne vorgefertigtes Spielzeug bietet viel Freiraum für Phantasie und Kreativität. Die Kinder haben Zeit und Ruhe sich selbst zu erleben.

Die besonderen äußeren Bedingungen im Waldkindergarten sind wie dafür gemacht rücksichtsvoll, hilfsbereit und einfühlsam miteinander umzugehen.

Das alles sind für mich gute Voraussetzungen, um Kinder in ihrer Entwicklung zu fordern und zu fördern.

Lena Hansen

Hallo, ich heiße Lena Hansen, bin 1984 geboren und wohne in Torsballig, einem kleinen Ort zwischen Satrup und Havetoft. Nach dem Abschluss meiner Ausbildung zur Erzieherin im Jahr 2007 in Schleswig, habe ich bis zum Oktober 2008 in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen gearbeitet. Das Interesse und die Liebe zum Waldkindergarten entdeckte ich schon während meiner Ausbildung. Die tollen Erfahrungen aus zwei Praktika im Wald ließen bei mir den Wunsch entstehen im Wald zu arbeiten. Mich begeistert vor allem die Möglichkeit der Waldkinder, bei jedem Wetter gemeinsam und fantasievoll draußen spielen zu können.

Was ist unser Anliegen?

Die Kinder wachsen heute in einer reizüberfluteten Umwelt auf. Sie wissen wohl, wie man einen Fernseher, Videorecorder und einen Computer "bedienen" kann, jedoch sehr wenig von Abläufen in der Natur. Wenn doch, dann fast nur aus zweiter Hand. Die Kinder sitzen viel auf Stühlen und bewegen sich sehr viel weniger als noch vor einigen Jahren. Dadurch kommt es schon bei den Kleinsten zu vermehrten Haltungsschäden. Die Schulen berichten, dass bei Einschulungen eine erhöhte Anzahl von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen, Lese‑, Rechtschreib‑ und Rechenschwächen auftreten. Unsere Kinder werden jeden Tag für Stunden mit akustischen und visuellen Reizen überschüttet. Sie sind anfällig für Infektionskrankheiten, Allergien, Haltungsschäden usw.

Mit unserem Waldkindergarten möchten wir Kindern, Eltern und Mitarbeitern/innen die Möglichkeit geben, sich wieder auf die einfachen Dinge des Lebens zu konzentrieren: auf die Natur!

  • erleben, was Natur bedeutet
  • wie Tier und Mensch im Zusammenklang mit der Natur leben können
  • was uns die Natur gibt
  • wir die Natur schützen können

Die Kinder, die einen Waldkindergarten besuchen, leben mit der Natur. Dadurch wird der Grundstock für folgende Dinge gelegt:

  • Übernahme von Verantwortung gegenüber der Natur
  • Schärfung des Naturbewusstseins
  • Sensibilisierung für Vorgänge, die in der Natur und auch bei uns selbst     ablaufen
  • die Kinder bewegen sich freier
  • Stärkung des körperlichen und seelischen Gleichgewichtes
  • Stärkung der Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der Kreativität und der Konzentrationsfähigkeit
  • Stressabbau
  • Förderung des Wahrnehmungsvermögens
  • Stärkung des Immunsystems
  • Förderung der gesamten Fein‑ und Grobmotorik sowie auch der anderen Sinne

Wie in allen Kindergärten gelten auch bei uns die Ziele und Grundsätze aus dem Kindertagesstättengesetz (Schleswig‑Holstein) vom 12. Dezember 1991.

Wahrnehmung und Sinnesschulung

Kinder besitzen einen unermüdlichen Bewegungsdrang, sie sind lernbegeistert und überaus wissbegierig. Diese drei Faktoren bilden die Grundlage menschlichen Denkens und Handeln und sind Voraussetzung für Spracherwerb und abstraktes bzw. mathematisches Denken.

In den ersten 7 Lebensjahren beschäftigt sich das kindliche Gehirn ausschließlich damit Empfindungen und Eindrücke aus seiner Umwelt im gesamten Nervensystem einzuordnen. Es bilden sich die drei Grundsinne: der Gleichgewichtssinn, der Tastsinn und die Eigen‑Tiefenwahrnehmung (Zug und Druck auf Knochen und Muskel), von denen die Funktionstüchtigkeit unserer 5 Sinne abhängt (riechen, schmecken sehen, hören, fühlen).

Der naturgegebene innere Antrieb des Kindes, sich bewegen zu wollen, viele Dinge auszuprobieren und neue Erlebens‑ und Erfahrensräume zu erschließen, gibt dem Gehirn ständig neue Impulse, die dort gespeichert werden und somit einen komplexeren Wahrnehmungshorizont erschließen.

In der freien Natur wird den Kindern das Ausleben des Bewegungsdranges ermöglicht. Durch Aufbau und Schulung der Sinne wird das Kind angstfrei, gruppenfähig, sozial kompetent, selbstbewusst und konfliktfähig.

Die Natur; der Wald bietet uns die vielfältigsten Möglichkeiten, den Bewegungsbedürfnissen der Kinder auf natürliche Weise gerecht zu werden. Bewegungen werden durch das Spiel verschiedenartig erlebt, wobei der Wald mit seinen Möglichkeiten und auch Schwierigkeiten ständig neue Impulse setzt.

Das Kind läuft auf harten Ebenen, in sumpfigen Untergründen, durch das Wasser, die steilen Hänge rauf und runter. Es kann sich auf Bäumen bewegen oder durch die Büsche kriechen. Der so wichtige Spielraum ist für die Kinder im Wald naturgegeben.

Der Tastsinn wird durch die unterschiedlichsten Formen und Oberflächenbeschaffenheiten der Materialien des Waldes besonders geschult.

Von außerordentlicher Wichtigkeit für die Sinne ist das Erleben der Stille im Wald. Sie führt zu Ruhe, Konzentration und innerer Stabilität. Das Kind wird sensibel für feinste Geräusche und Vorgänge, sowohl in der Natur, als auch im eigenen Körper.

Die Sinneswahrnehmung des Auges wird nicht durch unnatürliche, grelle und krasse Farbtöne getäuscht, sondern durch die Vielfalt unterschiedlicher Farbnuancen in den Jahreszeiten für die natürliche Umwelt sensibilisiert.

Die Heilkraft der Sonne für den Menschen ist längst bekannt. Sie ist wichtig für das Gemüt und hat auch eine vorbeugende Funktion für die Gesundheit.

Durch den immer wiederkehrenden Wetterumschwung und den Wechsel der Jahreszeiten erlebt das Kind direkt den Kreislauf der Natur. Etwas wird geboren, es wächst, es vermehrt sich und es stirbt auch wieder. Dieses sind elementare Erfahrungen und ermöglichen einen Sinn für Rhythmus, den Kinder für ihre gesunde Entwicklung brauchen.

Gesundheit

Ein zu jeder Jahreszeit kontinuierlicher Aufenthalt an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung tragen in jedem Fall zur Stärkung des Immunsystems bei.
Auch fallen Infektionskrankheiten und Erkältungen im Wald weniger an, als in zum Teil überheizten Räumen. Das Kind ist einfach weniger krankheitsanfällig und erholt sich schneller von grippalen Infekten.

Eine positive Einstellung zur Natur, das Erleben von Stille mangels Lärmbelästigung, führt zu Ausgeglichenheit und innerer Ruhe, was sich in Wohlbefinden und emotionaler Stabilität ausdrückt. Hektik, Stress und Überforderung bestimmen den Alltag vieler Familien und wirken sich dann oft auf die Ernährung aus.

Heutzutage spielt der Kindergarten eine wichtige Rolle in der Vermittlung von gesunder Ernährung. Vollkornbrot, Obst oder Gemüse und wenig Süßes ist für den morgendlichen Speiseplan zu empfehlen.

Das gemeinsame Frühstück zu einer gewohnten Zeit im Frühstückskreis ist ein wichtiges Ritual. Es gibt den Kindern eine zeitliche Struktur und dient als Ruhepol, wo die Kinder dann über ihre Erlebnisse berichten können. Das Essverhalten der Kinder sollte beobachtet, und den Eltern mitgeteilt werden. In einem Waldkindergarten muss die Zusammenstellung des Frühstücks den Jahreszeiten angepasst sein. Es gilt darauf zu achten:

Sommer/Herbstzeit:
Ende Juli, Anfang August beginnt die Wespenzeit. In dieser Zeit frühstücken wir unter einem Moskitonetz. Um keine Wespen anzulocken, werden weder süße Getränke (Säfte, Kakao) noch süßes Obst mitgebracht. Es kann auf Tee und Gemüse ausgewichen werden.

Winterzeit:
In dieser Zeit sollte den Kindern warme Getränke und kein Obst, das viel Flüssigkeit (Apfelsinen, Äpfel usw.) enthält, mitgegeben werden. Es wird in den Brotdosen schnell zu kalt.

Neben den vielen ungenießbaren, gar giftigen Pflanzen, wie einige Pilzsorten, Beeren, Maiglöckchen, Weißwurz usw., gibt es auch viele essbare Pflanzen. Diese verarbeiten wir nur im gekochten Zustand zu Nahrungsmitteln, wie z.B. Brennnesselsuppe, Löwenzahnhonig, Marmeladen. Die Kinder lernen dabei, dass die Pflanzen nicht nur Nahrungsquelle für die Tiere bedeuten, sondern dass auch Menschen davon gut haben und, das die in den Gärten, oft als lästiges Unkraut bezeichneten Pflanzen durchaus schmackhaft sind.

Elternarbeit

Ein enger Kontakt zu den Eltern wird angestrebt. Dazu gehören Elternabende unterschiedlichster Themenstellungen genauso wie Einzelgespräche und Hausbesuche. Auch die gemeinsame Vorbereitung und die Durchführung von Festen, Ausflügen und themenorientierten Projekten sind ein fester Bestandteil der Zusammenarbeit mit den Eltern.

Bei Ausfall einer Personalkraft, z.B. durch Krankheit oder Fortbildung springt eine Erzieherin ein, die der Vorstand dafür eingestellt hat bzw. ein Elternteil.

Tagesablauf

Ankunft der Kinder auf dem
Warteplatz
kurzes Gespräch mit den Eltern; Freispiel der Kinder
MorgenkreisBegrüßung der Kinder, wer ist anwesend, Durchzählen, Gespräche, Lieder, Spiele, Festlegen des Tageszieles.
Aufbruch zum Tagesziel:während der Wanderung bilden sich automatisch Kleingruppen, in der rege Kommunikation stattfindet.
Frühstück:wird gemeinsam am Tagesziel eingenommen. Hierdurch entsteht ein Ruhepol. Wir haben die Möglichkeit, Kräfte zu sammeln, neu zu planen und zu erzählen, was uns wichtig ist.
Freispiel:teilweise geleitet und/oder auch individuell von den Kindern  ausgesucht.
AbenteuerBilderbuchbesprechung, Figurenspiel, Bastelarbeiten, erzählen von Märchen, Rollenspiele, Wissensvermittlung über Natur, Berufe, Musik, Beobachtungen usw.
Rückwanderung:wieder Kleingruppenbildung...
Abschlusskreis:Reflexionen des Vormittages, Planung für den nächsten Tag, Lied, Verabschiedung
Ankunft am Warteplatz:Übergabe der Kinder an die Eltern, Elterngespräch

Frühstückszeit

Das Frühstück wird gemeinsam eingenommen. Dabei sitzen die Kinder auf ihren Rucksäcken. Es beginnt mit einem gemeinsamen Lied oder Spruch. Das Frühstück der Kinder befindet sich in einer Brotdose, ein Getränk in einer Isolierflasche. Diese ist je nach Jahreszeit mit einem warmen oder kalten Getränk gefüllt. Während der Wespenzeit dürfen keine süßen Speisen oder Getränke mitgenommen werden.

Wenn die meisten Kinder fertig sind, können die ersten aufstehen und spielen. Die langsameren Kinder haben Zeit, ihr Frühstück in Ruhe zu beenden.

Das Freispiel der Kinder

Sie spielen mit der Natur, wobei sie Phantasie und Kreativität zeigen (ein Tannenzapfen wird zur Puppe, Blätter und Baumrinden zum Bett, Eisstücke zur Torte mit Tannenzapfen als Kerzen ... ). Unbekannte Dinge werden entdeckt, es wird gefragt, es wird geantwortet, alles geschieht gemeinsam (Förderung des Gemeinschaftsgefühles, Wissensvermittlung).

Die Kinder haben Zeit für Rollenspiele, Naturbeobachtungen, Entdeckungen und um sich selbst zu Erleben. Sie entscheiden, was sie spielen möchten.

Abenteuer / Spiel

Die Erzieher/Innen erzählen aus Sach‑ und Bilderbüchern usw., organisieren mit den Kindern Rollenspiele, basteln hauptsächlich mit den in der Natur vorkommenden Materialien. Es werden auch Papier, Kleber und Scheren verwendet, wenn dieses die pädagogische Arbeit erfordert, denn diese gehören mit zum Umfeld des Kindes und müssen mit in die Arbeit integriert werden. Die Natur wird mit allen Sinnen ganzheitlich erfasst.

Während des Vormittages lernen die Kinder von der Natur, voneinander, von Erwachsenen, von Spaziergängern, Waldarbeitern, Schulklassen und vom Verhalten der Tiere, die uns im Wald begegnen.

Die Kinder lernen Rücksicht aufeinander zu nehmen, anderen zu helfen, sich durchzusetzen, Konflikte auszuhalten und auch zu lösen, Aggressionen zu bewältigen und abzubauen, Freundschaften zu schließen, Regeln einzuhalten, andere Personen und Meinungen zu akzeptieren, und -was am Wichtigsten ist- zuzuhören! Das Erlernen des Sozialverhaltens zieht sich über den ganzen Vormittag hin.

Unser Ziel ist es, situationsorientiert zu arbeiten (was ist im Augenblick wichtig) und nicht starr an einem Tagesablauf festzuhalten. Tagesabläufe sind wichtig, denn sie geben dem Kind einen festen Halt, Beständigkeit und Sicherheit. Aber genauso ist es wichtig, dass das Kind ernst genommen wird.

Schnuppertage im Waldkindergarten

Um Eltern und Kinder einen Einblick in den Waldkindergarten zu ermöglichen, ist es nach Absprache mit den Erziehern jederzeit möglich ein oder mehrere Schnuppertage im Wald zu verbringen.
Auf diese Weise können die üblicherweise zwei- bis dreijährigen Kinder in Begleitung ihrer Eltern die ersten Kontakte mit Gleichaltrigen, den Erziehern und dem Wald knüpfen. Eltern und Kinder bekommen einen Eindruck vom Waldkindergarten und seinem Umgang mit Natur und Wetter. Der Tagesablauf im Wald wird miterlebt, Fragen werden direkt "vor Ort" geklärt.

Schule

Seit Gründung des Waldkindergartens 1996 sind viele “Waldkinder“ eingeschult worden. Gespräche mit den Lehrern ergaben, dass „unsere“ Kinder in ihren Leistungen den der anderen Kinder nicht nachstehen (siehe auch Elternbrief von Familie Schröder), auch andere Waldkindergärten berichteten bei einem Treffen der Wald‑ und Naturkindergärten, dass ihre ehemaligen Kinder ruhige, in sich ruhende Kinder sind, dass Phantasie und Konzentration gut sind, dass sie im Sportunterricht motorisch oft besser als andere Kinder sind. In Naturfächern wissen sie auch oft besser Bescheid, als Kinder aus Regelkindergärten. Die Kinder treten selbstbewusst auf, sind selbständig und verfügen über eine ausgeprägte soziale Reife. Die Lehrkräfte sind insgesamt sehr zufrieden mit den Kindern, die aus einem Waldkindergarten kommen.

Weitere Informationen

Weitere Infos im Internet:http://www.tarp.de/oeffentliche-einrichtungen/kindergaerten.html
oder bei den Vorstandsmitgliedern:
1. Vorsitzende    Astrid Müller04638/307 5501
astrid(at)manulinga.de
2. Vorsitzender   Marc Otzen 04638/898 415
marcugesa-otzen(at)foni.net
Schriftführerin    Julia Hollesen 04603/759   
julia(at)jalmer-erlebnishof.de
Kassenwartin    Elisabeth Grimm 04638/307 5501              
elisabeth(at)manulinga.de

 

Die Gemeinden

Amt Oeversee
Gemeinde Oeversee
Gemeinde Sieverstedt